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JRK- Bildungsreise nach Genf 2016

Bilder: DRK LV Th. und Saskia Mäder

Aus dem DRK Kreisverband Gotha e. V. nahmen die Kameradinnen Jessica Höfferl und Säskia Mäder als Auszeichnung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit an der JRK- Bildungsreise teil.

Eine Erinnerung an die JRK Bildungsfahrt "Auf den Spuren von Henry Dunant"
vom 29.09.2016-03.10.2016 von Jessica Höfferl und Saskia Mäder

Am Donnerstag, dem 29.09.2016, fuhren wir, Saskia Mäder und Jessica Höfferl,
zusammen mit anderen DRK-und JRK-Mitgliedern aus Thüringen, Sachsen und
Sachsen-Anhalt nach Genf. Der Grund dieser Unternehmung war eine
Bildungsfahrt auf den Spuren von Henry Dunant , den Gründer der
Hifsorganisation Rotes Kreuz.
Um ca. 22:00 Uhr wurden wir am Hauptbahnhof in Erfurt, zusammen mit anderen
Thüringer Mitreisenden abgeholt. Da nun die ganze Gruppe vollständig war,
konnten wir zu unserer Nachtfahrt aufbrechen. Die Fahrt verbrachten wir
hauptsächlich damit zu schlafen und einer längeren Pause bei einer bekannten
Fast-Food-Kette, bei der wir frühstückten und uns schon einmal ein bisschen
kennenlernen konnten. Nach ca. zwei Stunden Fahrt kamen wir auch endlich um
9:30 in Genf, eher gesagt beim IKRK (Internationales Komitee des Roten Kreuzes)
an und wurden dort freundlich empfangen. Gleich darauf sind wir in einen
Konferenzraum geführt worden, wo uns als Erstes ein Film gezeigt wurde, in dem
uns die Aufgabenbereiche des IKRK näher gebracht wurden. Diese sind z.B.
Schutz und Hilfe für Kriegsopfer, Lieferung von Sanitätsmittel und Nahrung und
natürlich viele weitere. Im Anschluss zeigte man uns eine Power Point
Präsentation, die auf den Inhalt des Filmes näher einging. Auch durften wir
während des Vortrags Fragen, die uns auf der Seele brannten, stellen. Ab 11:00
Uhr hatten wir dann Freizeit, die wir aufgrund des schönen Wetters damit
verbrachten den Genfer See aufzusuchen und dort ein paar Bilder zu machen und
auch nach etwas zu Essen Ausschau zu halten.Danach ging es weiter zum
Besuch der internationalen Föderation des Roten Kreuzes. Diese befindet sich zu
Zeit in einem leer stehenden Bereich im IKEA in Genf. Dort sind wir wieder in einen
Konferenzraum geführt worden. Hier hat man uns als Erstes die verschiedenen
Aufgaben der Föderation näher gebracht. Im Anschluss konnten wir auch hier
Fragen stellen. Zum Schluss gab es dann noch eine kurze Vorstellungsrunde
innerhalb unserer kleinen Reisegruppe. Schlussendlich ging es dann für uns, nach
einem sehr langen Tag, endlich ins Hostel, wo wir nach dem dortigen Abendbrot den
Abend ausklingen ließen.Am darauffolgenden Tag, dem 01.10.2016, ging es dann nach dem
Frühstück zum Rot Kreuz Museum. Das Museum befindet sich in den Räumen des IKRK.
Hier konnten wir Ausstellungen zum Thema der Kriegsgefangenenkartei aus dem Ersten
Weltkrieg, der Geschichte der Rotkreuz-und Rothalbmondbewegung, der aktuellen
Aktivitäten, (z.B. bei Naturkatastrophen, Verfolgte und Kriegsopfer zu schützen,
uvm.) und noch Vieles mehr bestaunen. Außerdem gab es auch noch eine sehr
interessante Sonderausstellung zum Thema Magersucht, welche wir natürlich
besuchten. Nach dem Besuch hatten wir Freizeit. Wir beschlossen, etwas zum
Mittagessen zu suchen und uns ein bisschen Genf anzusehen. Um 15:00 Uhr
nahmen wir an einer thematischen Stadtführung teil, welche leider bei Regen
stattfand. Unsere Gruppe war also mit den ganzen Regenschirmen und DRK-Regenjacken
nicht zu übersehen. Die Stadtführerin führte uns zu Henry Dunant's
Geburtshaus und zu seinem späteren Wohnhaus. Auch besuchten wir den Ort, wo
die erste Genfer Konvention unterschrieben wurde. Nach der Stadtführung,
hörte es auch auf zu regen, wir fanden alle diese Aktion sehr
spannend und auch sehr lehrreich. Wir so einen detaillierten Überblick
über Genf erhalten und auch sehr viel Insiderwissen bekommen. Danach hatten
wir Freizeit und erkundeten natürlich die Innenstadt mit dem dazugehörigen
Shoppingausflug in Genf. Am Abend ging es dann, für fast alle von uns, noch zum Genfer
See. Hier knipsten wir noch ein paar Fotos. Todmüde fielen wir dann am Abend ins
Bett (wir sind an diesem Tag immerhin 26 km gelaufen!).
Am 02.10.2016 ging es für uns nach dem Frühstück auf zum Koffer packen und
danach nach Lindau am Bodensee. Wir fuhren ungefähr fünf Stunden, bis wir in der
Jugendherberge ankamen. Dort bezogen wir nur schnell unsere Zimmer. Nach
diesem Event machten wir uns auf den Weg, um uns noch ein bisschen Lindau
anzusehen. Wir müssen zugeben, dass Lindau sehr schön aussieht, auch bei
Dunkelheit. Deswegen haben wir beschlossen wiederzukommen, um uns
Lindau bei Tag und auch schöneren Wetter anzusehen.
Am darauffolgenden Tag, den 03.1 0.2016, ging es für uns zurück in die Schweiz
nach Heiden. Dort besuchten wir das RK-Museum. Hier wohnte Henry
Dunant fast 18 Jahre seines Lebens und erhielt dort seinen
Friedensnobelpreis (welcher der Erste war, der vergeben wurde). Den Friedensnobelpreis teilte
Henry Dunant sich mit dem französischen Pazifisten Frederic Passy.
Wir erfuhren sehr viel über sein Leben und Schaffen in Heiden und durften auch die
Sonderausstellung, welche sich mit den starken Frauen rund um Henry Dunant
drehte, besichtigen. Danach hieß es für uns: die Heimreise anzutreten. Aber nicht ohne vorher ein Gruppenfoto beim Rotkreuz-Tisch für
Friedensgespräche , welcher selbst im Ort Heiden steht, zu machen. Gegen 21:00 Uhr kamen wir in Erfurt an und verabschiedeten uns von unserer Gruppenleiterin
Fr. Niessner. Wir fanden die Fahrt sehr interessant und informativ. Zudem haben wir sehr nette
und freundliche Menschen kennengelernt, die das gleiche Interesse und dieselbe
Leidenschaft haben wie wir. Genf, Lindau und Heiden sind sehr schöne Orte und
wir können eine Reise dahin nur empfehlen. Wir würden die Fahrt jederzeit
wiederholen und auch anderen DRK-und JRK-Mitgliedern empfehlen.
Wir bedanken uns bei den Organisatoren der Bildungsfahrt und auch beim
Kreisverband Gotha für die unglaublich schöne Fahrt.
(Text: Jessica Höfferl)

11. Oktober 2016 17:39 Uhr. Alter: 283 Tage